Partition Alignment und 4KB-Sektoren

Wednesday, January 12th, 2011 | Linux

SSDs und neuere Festplatten verwenden 4KB anstatt den üblichen 512-byte Sektoren. Für die Performance ist das bei einer falschen Partitionierung sehr abträglich, wenn die Partitionen so ausgerichtet sind, dass die Blöcke des Dateisystems über zwei physische Blöcke reichen.

Neuere Distributionen, z.B. das Ubuntu das ich hier gerade verwende, formatiert die Festplatten richtig. Man kann das ganz einfach mit sfdisk überprüfen.

$ sfdisk -d /dev/sda
[...]
/dev/sda1 : start= 2048, size= 195313, Id=83, bootable

Die 1. Partition meiner SSD beginnt bei 1 MB, also bei LBA-Adresse 2048. Die Nummer der Start-Sektoren können ohne Rest durch 2048 dividiert werden.

CentOS formatiert die Festplatten auf die Startadresse 63 – wie bei 512-byte:

$ sfdisk -d /dev/sda
[...]
/dev/sda1 : start= 63, size= 208782, Id=fd

In einem Wiki-Eintrag von Thomas Krenn wird das alles noch mal im Detail beschrieben.

Beim Administrator’s Blog erschien heute ein Artikel der über die schlechte Performance der WD20EARS-Festplatten berichtet. Western Digital nennt die 4KB-Sektoren “Advanced Format”. In meinem letzten Blog-Eintrag ging es u.a. um die WD20EADS-Festplatten, die bei Manitu eingesetzt werden. Eigentlich – und das bestätigen meine Tests bei Manitu – sollten diese Festplatten 0,5kb Sektoren verwenden. Im Datenblatt steht dazu nichts, genauso wenig wie zu der MTBF, aber das ist ein anderes Thema. Google ist sich dazu auch nicht sicher.

Ich formatiere inzwischen alle System auf Startadresse 2048. Der Artikel beim Administrator’s Blog zeigt aber auch, dass man i.d.R. keine Desktop-Festplatten für einen Server verwenden sollte, zumindest wenn einem etwas an Reliabilität oder Performance liegt…