frisch aus dem Netz

Auslastung Leap second

Tuesday, July 3rd, 2012 | frisch aus dem Netz | 2 Comments

CentOS 6 Server, insbesondere mit Java-Prozessen, führten auf fast jedem Server bei uns zu massiven Problemen. Allerdings in der Form, dass das Monitoring nur selten und nicht spezifisch angeschlagen hat, zum Beispiel ist eine Load von 7 nicht so außergewöhnlich.

Bei einem Cluster kann man es ganz besonders schön erkennen:

Ich bin froh, dass fast alle kritischen Systeme noch unter Centos 5 laufen. Auch andere haben dieses Problem: Hetzner informiert seine Kunden per E-Mail, dass diese bitte die CPU-Auslastung überprüfen sollen, da deren Stromverbrauch um 1MW gestiegen ist.

Globales Internetproblem – Denic und .de DNS-Server

Wednesday, May 12th, 2010 | frisch aus dem Netz | 4 Comments

Die Denic hat ein massives Problem mit ihren DNS-Server. Zur Zeit liefern die Rootserver der Top Level Domain .de keine gültigen DNS-Anfragen.

Bei Heise & Co. ist noch nichts zu lesen. Twitter bestätigt das Problem. Bei der Hotline der Denic meldet sich keiner mehr ;-)

Die Denic betreibt  sechs Rootserver (a.nic.de, l.de.net, f.nic.de, s.de.net, z.nic.de und c.de.net). Normalerweise liefern diese Server die Antwort auf die Frage, welcher DNS-Server für eine bestimmte .de-Domain zuständig ist.

Beispiel für google.com:
# dig +ns google.com a.gtld-servers.net.
SOA ns1.google.com. dns-admin.google.com. [...] from server ns1.google.com in 56 ms.
SOA ns1.google.com. dns-admin.google.com. [...] from server ns2.google.com in 151 ms.

Die Abfrage eines Servers der Denic ergibt:
# dig +ns heise.de s.de.net
dig: couldn't get address for 'ns.s.plusline.de': not found

Wiederholt man die Abfrage oder nimmt man einen der anderen Rootserver funktioniert es, oder es gibt andere Fehlermeldungen:
# dig +ns heise.de l.de.net
SOA ns.heise.de. postmaster.ns.heise.de. [...] from server ns.s.plusline.de in 11 ms.
SOA ns.heise.de. postmaster.ns.heise.de. [...] from server ns.plusline.de in 7 ms.
SOA ns.heise.de. postmaster.ns.heise.de. [...] from server ns2.pop-hannover.net in 17 ms.
SOA ns.heise.de. postmaster.ns.heise.de. [...] from server ns.heise.de in 18 ms.
SOA ns.heise.de. postmaster.ns.heise.de. [...] from server ns.pop-hannover.de in 18 ms.

# dig +ns heise.de l.de.net
dig: couldn't get address for 'ns.pop-hannover.de': not found

Update:
Der Artikel auf Golem findet sich hier.

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Apple iPad und Flash

Friday, January 29th, 2010 | frisch aus dem Netz | 1 Comment

Und wird das Apple iPad die nächste Cashcow von Apple? Wenn man die Berichte über die Präsentation von Steve Jobs mitverfolgt hat, kann man eigentlich von nichts anderem ausgehen.

Lee Brimelow ist der Platform Evangelist von Adobe und hat in seinem Blog einen Post veröffentlicht, mit dem er das iPad und die  fehlende Unterstützung von Flash kritisiert. Zum Beispiel zeigt er, wie Bang Bros auf dem iPad aussehen würde.

Internetausfall/Störung T-DSL Business

Tuesday, September 15th, 2009 | frisch aus dem Netz | 2 Comments

Seit 09:05 ist T-DSL Business der Telekom in Geldern und am Niederrhein? gestört.

Die Fehlermeldung beim Login lautet:

Sep 15 10:33:17 gw pppoe[22417]: PPP session is 160
Sep 15 10:33:20 gw pppd[22416]: Remote message: insufficient resources available to authenticate user
Sep 15 10:33:20 gw pppd[22416]: PAP authentication failed
Sep 15 10:33:20 gw pppd[22416]: Connection terminated.
Sep 15 10:33:20 gw pppoe[22417]: Session 160 terminated — received PADT from peer
Sep 15 10:33:20 gw pppoe[22417]: Sent PADT

Um 09:20 wussten die Techniker noch nichts von der Störung, er vermutete jedoch einen größeren Ausfall bei der Telekom. Dies tritt wohl bei Business-Kunden mit dynamischer und fester IP auf.

Die “normalen” T-DSL-Zugänge sind nicht betroffen, zur Zeit sind wir über einen T-DSL 6000 Zugang online.

Mondlandung live im Internet

Thursday, July 16th, 2009 | frisch aus dem Netz | Comments Off

Wie wie wir alle schon mitbekommen haben, landete vor ziemlich genau 40 Jahren der erste Mensch auf dem Mond. Oder auch nicht.

Für alle die damals noch gar nicht lebten oder das Spektal einfach nochmals erleben möchten, überträgt die NASA die Mission im “Livestream”.

Unter dem Motto “We Choose The Moon” hat die NASA eine Flash-Applikation online gestellt; dort wird die komplette Tonübertragung zur selben Zeit abgespielt. Die Mission ist in 11 Teile unterteilt, ab dem 20.07 kann man dann die einzelnen Abschnitte anklicken. Neben der Tonübertragung gibt es ein Bilder- und Videoarchiv sowie weitere Informationen.

Aktuell sind es noch 95 Stunden, 43 Minuten und 35 Sekunden bis zur Landung.

Link: We Choose The Moon

DNS-Prefetch und der sinnlose Versuch der Internetsperre

Tuesday, June 30th, 2009 | frisch aus dem Netz, mach's dir selbst | 5 Comments

Mit den Stimmen der großen Koalition wurde am 18.06.2009 das Stopschild – der Gesetzentwurf zur Internetsperre im Kampf gegen Kinderpornografie – verabschiedet. Gegen das falsche Mittel für das richtigen Ziel konnten auch die 134.015 Mitzeichner der Online-Petition nichts ausrichten.

Im Kern geht es darum, dass die Provider die Zugriffe auf einzelne, illegale Seite zu einer Stoppschild-Seite umleiten. Dabei werden die DNS-Einträge überschrieben. Das ist die gleiche Methode wie sie schon von Arcor vor einiger Zeit verwendete wurde, um YouPorn zu sperren.

Das Ganze allerdings nur am Rande. Bei Verlorene Generation habe ich einen Artikel über DNS-Prefetching im neuen Firefox 3.5, und die damit verbundenen Probleme bei der Netzsperre, gelesen:

Das Problem bei den DNS-Auflösungen ist, dass moderne Browser wie FireFox 3.5 “DNS-Prefetching” anbieten. Dabei werden die Internetadressen aller Links auf einer Seite schon mal beim Domain-Name-Server nachgschaut, um im Falle eines Klicks schneller die Seite abrufen zu können.

Jeder kennt das Problem: Nach einem Klick auf einen Link dauert es erst mal eine halbe Ewigkeit bis der Browser anfängt die Seite zu laden; in der Statusleiste steht dann meistens so etwas wie “Looking up domain.de”.

In dem gleichen Absatz wird das eigentliche Problem beschrieben:

Wer also auf die Seite von WikiLeaks klickt, in der alle Webseiten der italienischen Sperrliste aufgeführt sind, der wird mit 287 Einträgen in der DNS-Auflösungslisten als Power-Kinderschänder gelten und in frühen Morgenstunden unsanft von der Polizei aus dem Bett geklingelt werden.
[...]
Anders ausgedrückt: Heute abend werde ich meinen Firefox auf die Version 3.5 aktualisieren. Dann muss ich sehr vorsichtig sein, wenn ich Artikel wie diesen schreiben will oder aber ich muss DNS-Prefetching abschalten….

Oder direkt eine Alternative wählen. Ursula von der Leyen ist sich jedoch sicher:

Nur versierte Internet-Nutzer mit krimineller Energie könnten künftig Sperrungen von Seiten mit kinderpornografischem Inhalt umgehen.

Über dieses Zitat bin ich gestolpert als ich bei Google nach “internetsperre umgehen” suchte.

Die Thematik der DNS-Sperren ist alles andere als neu, wie oben bereits mit dem Arcor-Beispiel angedeutet wurde. Vor 8 Jahren (2001) sollten die Internetseiten der Rechtsextremisten gesperrt werden (Heise Artikel). Der CCC hat daraufhin eine Anleitung zum Umgehen dieser Behinderung veröffentlicht. Dort finden sich auch Hinweise zu öffentlichen, unzensierten DNS-Servern (Sprich: IP-Adressen).

Damit ist man zwar erst mal unabhängig von den großen Providern, sendet aber quasi eine Aufzeichnung aller angesurften Adressen an einen fremden DNS-Server. Nicht nur das der Betreiber des Servers mit den Daten seiner Kreativität freien Lauf lassen kann, vielmehr kann er den Server manipulieren und dadurch z.B. an Zugangsdaten gelangen.

Die einzige wirkliche Alternative ist der Einsatz eines eigenen DNS-Servers. Unter Linux ist das mehr als trivial.

Unter Windows ist es ein wenig komplizierter: Für bind, das Windows unter den DNS-Servern, gibt es eine Version für Windows zum Download. Eine Anleitung zur Installation gibt es zum Beispiel hier.

Polizist fühlt sich durch Kameramann provoziert

Thursday, June 18th, 2009 | frisch aus dem Netz | 10 Comments

In meinem Heimatort Geldern kam es am Dienstagabend zu einem Badeunfall. Eine Frau ist aus bislang unbekannten Gründen in einen See gestürzt. Die nachfolgende Rettungsaktion wurde durch einen Kameramann gefilmt.

Ein Polizist wollte dem Kameramann das Filmen verbieten, dabei wurde der Kameramann niedergestoßen. Die Kamera fiel dabei zu Boden; Ton ist in dem Video allerdings noch zu hören.

Aus einem Bericht der regionalen Zeitung ist zu entnehmen, dass der Kameramann eine Dreherlaubnis des Einsatzleiters hatte.

Die Kreispolizeibehöre hat bereits ein Disziplinarverfahren gegen den Beamten eingeleitet. Gestern wurde in Brisant auf der ARD über den Fall berichtet.

Leider hat der Kameramann das Video nicht auf YouTube oder einer anderen Videoplattform veröffentlicht, auf seiner Homepage findet sich das Video im WMV-Format.

Update: Das Video findet sich doch auf YouTube.

via Niederrhein Tipps

Internetzugang mit 100Mbit

Monday, April 27th, 2009 | frisch aus dem Netz | 8 Comments

Seit Juli 2008 testet Kabel Deutschland eine neue Modulationstechnik EuroDOCSIS 3.0. Der Standard erlaubt eine theoretische Geschwindigkeit von 200 Mbit/s im Downstream und 108 Mbit/s im Upstream. Außerdem unterstützt der Standard bereits IPv6.

Heute nun hat Kabel BW bekannt gegeben, dass das Unternehmen ab Mitte des Jahres 100 Mbit/s in drei Regionen anbieten wird. Damit ist das Kabelnetz inzwischen 4x schneller als VDSL (25-50 Mbits)  und 6x schneller als DSL 16000 (16 Mbit).

Harald Rösch, Vorsitzender der Geschäftsführung von Kabel BW:

Den Kunden ist inzwischen klar, dass DSL nur eine Übergangstechnologie war.

Technologisch hat der Geschäftsführer dabei sicherlich recht. Bei DSL und ADSL ist es zwar auch möglich auf die Geschwindigkeit zu kommen, jedoch ist das in der Praxis nur mit ungleich höheren Aufwand möglich.

Bei dem Breitband-Internetzugang über Kabel ist das etwas einfacher. Der Kabelanbieter muss “lediglich” neue Geräte (CMTS) installieren und hat dadurch bereits das Netz aufgerüstet. So lassen sich auch die Kapazitätsgrenzen der Technik lösen – alle Kunden teilen sich erstmal die verfügbare Bandbreit eines CMTS.

In der Pressemitteilung ist leider nichts von dem Upstream zu lesen, der wird sicher um die 10 Mbits liegen. Ob es ein kostengünstiger Internetzugang werden wird, konnte ich leider nicht herausfinden.

Dabei ist es natürlich sehr fraglich, ob eine Privatperson wirklich einen 100 Mbit Anschluss braucht.

Google zeigt seine Server oder peinlicher Fehler von Golem?

Thursday, April 2nd, 2009 | frisch aus dem Netz | Comments Off

Golem hat heute einen Artikel mit einigen Details zu den Servern von Google veröffentlicht.

Die Quellen von Golem:

Alle Quellen wurden allerdings am 01.04 veröffentlicht.

Zwei Besonderheiten sollen die Server von Google beinhalten: Ein kleiner 12-Volt-Akku im Netzteil soll die Zeit bis zum Anlaufen des Stromgenerators überbrücken. Das Netzteil liefert nur 12-Volt, herkömmliche Netzteile liefern für die anderen Komponenten noch 5V bzw. 3,3V. Das ist allerdings bei Blades generell üblich, damit entfallen die Kosten für die Umwandlung (weniger Stromverbrauch, weniger Kühlbedarf).

Insgesamt packt Google dann 1160 Server in einen Container, die jeweils eine Leistungsaufnahme von bis zu 250kW haben.

Es riecht nach April Fool…

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Google ändert Suchergebnisse

Tuesday, March 24th, 2009 | frisch aus dem Netz | 1 Comment

Im Laufe des Tages wird Google zwei Veränderungen an den Suchergebnissen freischalten.  Zur Zeit scheint es noch kein großes Echo in der Blogsphere zu geben.

a) Google führt ein Konzept ein, um die Suchanfragen und deren Beziehung besser verstehen können. Als erste Anwendung wird die Anzeige der relevanten Suchbegriffe erweitert. Bei “Prinzipen der Physik” soll dann z.B. “Urknall” und/oder “Quantenmechanik” erscheinen.

b) Es werden zum Teil längere Snippets, Textauszüge unter dem Titel, angezeigt. Werden mehr als drei Worte in der Suchanfrage angegeben, zeigt Google mehr Zeilen an.

Ich konnte keine Informationen dazu finden, wann diese Änderungen auch auf der deutschen Google-Seite erscheinen werden.

via Google Blog

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