Linux

Gemeinschaft / Debian Lenny paravirtualisiert unter Citrix XenServer

Friday, January 15th, 2010 | Administration, Linux | 8 Comments

Native Virtualisierung

Gemeinschaft ist eine Asterisk Distribution der Firma Amooma GmbH. Die Virtualisierung eines Asterisk-Servers bietet sich durch die typischerweise geringe Hardwareanforderung und das Bedürfnis nach hoher Verfügbarkeit geradezu an. Zumindest wenn man davon ausgeht, dass man ein Mediagateway für die Umsetzung IP <> ISDN verwendet. Die Virtualisierung einer PCI-Karte ist keine wünschenswerte Aufgabe, das macht keinen Spaß!

Citrix XenServer ist in einer kostenlosen Version auch für den kommerziellen Einsatz nutzbar. Mit der Software erhält man eine ausgereifte Virtualisierungslösung out of the box.

Paravirtualisierung

In diesem Artikel wird erklärt, wie man eine vollständig virtualisierte Linux Distribution in ein paravirtualisiertes System überführt. Gemeinschaft nutzt ein Debian Lenny; die Vorgehensweise unterscheidet sich nicht grundlegend zu anderen Distributionen.

  1. Für die Installation der VM muss “Other install media” als Template und der Gemeinschaft Installer als ISO-Image ausgewählt werden.
  2. Nach der Installation werden die XenServer Tools und der XenServer Kernel installiert. Dazu die CD mounten oder den Inhalt über scp auf die VM kopieren:
    dpkg -i Linux/xe-guest-utilities_5.5.0-458_i386.deb
    dpkg -i Linux/debian-generic/linux-image-2.6*
  3. Mit der Paravirtualisierung wird sich das Blockdevice der Festplatte von hda in xvda ändern. In /etc/fstab und /boot/grub/menu.lst die entsprechenden Vorkommnisse ändern. Die Datei /etc/fstab ist selbsterklärend, in menu.lst an der folgende Stelle:
    title Debian GNU/Linux, kernel 2.6.29-xs5.5.0.14
    root (hd0,0)
    kernel /boot/vmlinuz-2.6.29-xs5.5.0.14 root=/dev/xvda1 ro quiet
    initrd /boot/initrd.img-2.6.29-xs5.5.0.14
  4. Wahrscheinlich wird im XenCenter der login prompt nicht mehr erscheinen, in der Datei /etc/inittab tty1 durch hvc0 ersetzen:
    # Format:
    # :::
    #
    # Note that on most Debian systems tty7 is used by the X Window System,
    # so if you want to add more getty's go ahead but skip tty7 if you run X.
    #
    1:2345:respawn:/sbin/getty 38400 hvc0
  5. Die VM mit poweroff herunterfahren.

Unter der Konsole des XenServers wird die eigentliche Virtualisierungsmethode umgestellt. Das muss übrigens nicht zwingend auf dem Pool Master durchgeführt werden.

  1. Jeder VM ist einer UUID zugeordnet, diese kann mit dem Kommando xe vm-list herausgefunden werden.
  2. Jetzt folgt die eigentliche Umstellung der Virtualisierungsmethode:
    xe vm-param-set uuid=<uuid> HVM-boot-policy=""
    xe vm-param-set uuid=
    <uuid> PV-bootloader=pygrub
    xe vm-param-set uuid=
    <uuid> PV-args="-- quiet console=hvc0"
  3. Die virtuelle Festplatte ist noch nicht zum Booten bereiten. Für die Aktivierung wird die VBD-UUID benötigt, das Kommando xe vm-disk-list uuid=<uuid> liefert eine Liste der Blockdevices:
    Disk 0 VBD:
    uuid ( RO) : <vb-uuid>
    vm-name-label ( RO): Other install media (1)
    userdevice ( RW): 0
    Aktivierung des Blockdevices:
    xe vbd-param-set uuid=<vb-uuid> bootable=true

Fertig! Viel Glück mit der Umsetzung.

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Erster Linux Kunde

Tuesday, August 19th, 2008 | Linux | Comments Off on Erster Linux Kunde

Gerade eben hatte ich ein Telefonat mit einem Kunden, der Linux auf seinem Desktop nutzt:

…ich bin im Ausland und habe einen Rechner mit, der keine Windows Lizenz hat. Es ist ein Linuix installiert…

Es ging daraum, dass er mit diesem Rechner nicht auf XYZ Backoffice Software zugreifen kann. Recht hat er, aber mit einem Windows Terminalserver und rdesktop ist das nicht wirklich ein Problem.

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Was sind deine Top 10 Shell-Commands?

Sunday, April 13th, 2008 | kurios, unglaublich, lächerlich | 1 Comment

Ich mag eigentlich keine Stöckchen, doch dieser hier gefällt mir. Der Befehl (s.u.) zeigt die Top 10 der meistgenutzen Shell-Commands, meine sind:

136 php
108 ls
100 cd
84 svn
61 sh
59 vi
53 pssh
44 cat
31 telnet
23 du

Das habe ich auf meinem Laptop ausgeführt:

history|awk ‘{a[$2]++ } END{for(i in a){print a[i] ” ” i}}’|sort -rn|head -n 10

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2008 das Spamjahr schlechthin?

Sunday, February 24th, 2008 | Administration, Linux | Comments Off on 2008 das Spamjahr schlechthin?

Es fehlen noch knapp 100.000 E-Mails und dann hat ein Mailserver schon mehr Mails verschickt als insgesamt im Jahr 2007.

Mit zwei RBLs (eine lokale Kopie von der ix- Liste und Spamcop) werden schon fast 85% aller SMTP-Connections direkt abgewiesen, der lokale DNS-Cache (dnscache) ist über 1GB groß. Die Connections, die jetzt noch übrig sind, werden mit Spamassassin geprüft, Mails mit einer Score über 20 werden auch direkt abgelehnt. Viren E-Mails machen kaum noch etwas aus, aber die werden schon vor Spamassassin rejected.

Im Endeffekt landen ca. 1-2% aller E-Mails, die auf das System prasseln, im Postfach. Das System mit 6 Platten (Raid0 + Raid 10 SAS), 4GB Ram und zwei Dual Core Xeons (2.0GHz) bewältigt mehr als 500.000 Mails am Tag problemlos, Flaschenhals ist und bleibt IO, aber in das Gehäuse gehen nicht mehr Platten rein.

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